Die letzte Abstellung


So liess es sich leider nicht verhindern, dass ich auch noch
auf die dritte Abstellung fahren musste, und zwar auf die von
Dienstag bis Donnerstag, um nämlich den "netten" Ausscheider
Helldobler zu ersetzen, der die Woche vorher rausgefahren war.

Aufgrund der ersten Erlebnisse hatte ich verständlicherweise
wenig Lust dazu, aber Befehl ist Befehl, und so kam es auch,
dass wir eines Abends mit dem 2-Tonner samt Antennenträger in
einem Waldstück standen, und nach dem Abbauen Probleme mit dem
Herausrangieren bekamen.

Naja, mit einer ordentlichen Protion Gleichgültigkeit, und Geduld,
gelang es der herbeigeeilten Dienstaufsicht dann schliesslich doch,
uns durch geschicktes Manövrieren zu befreien, und die Nacht war
zwar kurz aber gut; denn wir Kraftfahrer hatten festgelegte
Ruhezeiten, die eingehalten werden mussten, und durften sogar in
der Halle schlafen. Denn tagsüber war es zwar frühlingshaft warm,
aber die Nächte doch ziemlich kühl !


Bei wechselnder Besatzung, da immer mal wieder Material in Form
von Tonnern, Antennenträgern, Aggregaten und dergleichen ausfielen,
wurde es einem auch nicht langweilig, auch wenn man zum Schluss hin
eh schon jeden Aufbauplatz kannte; was auch von Vorteile hatte,
wenn sich ein Unteroffizier mal wieder mit seinen Koordinaten für
den Aufbauplatz nicht sicher war.

Das erforderte trotzdem auch manchmal Fingerspitzengefühl, wenn
er nämlich meinte, der Tonner müsse unbedingt in diese matschige
Waldschneise rein, am Rand wäre er nicht gut genug getarnt...

"OK, ich fahre Ihnen den da rein, aber wenn wir dann da alleine
nicht mehr rauskommen, dann werde ich mich beschweren !"

Tja, und im Nu steht er so auch gut.